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Freitag, 13. August 2010

Ein Bär im Hauptbahnhof

Seit fast 10 Jahren findet man sie in Berlin: Ca. zwei Meter große meist quietschbunt bemalte Bären. Der Bär ist ja bekanntlich das Wappentier der Hauptstadt. Aber als Berliner brauchte ich eine Weile um mit diesem Kitsch warm zu werden. Jahrelang habe ich die von Eva und Klaus Herlitz in enger Zusammenarbeit mit dem österreichischen Künstler und Bildhauer Roman Strobl entworfenen Buddy Bears ignoriert, aber dann habe ich mir Anfang diesen Jahres doch die United-Buddy-Bears-Ausstellung im Berliner Hauptbahnhof angeschaut. Viele der dort gezeigten Modelle, bestätigten meine Vorurteile, aber einige haben mir tatsächlich gefallen. Braucht jetzt aber keiner Angst haben, dass ich mir jetzt Buddy-Bär-Minaturen fürs Wohnzimmer gekauft hätte, so ist es nicht und ich stromere auch nicht durch die Hauptstadt um alle hier verbliebenen Bären zu entdecken, aber wenn ich mal einen entdecke, nehme ich mir ein paar Minuten Zeit ihn mir anzuschauen.

Kürzlich entdeckte ich am Hauptbahnhof einen mit vielen Tieren verzierten Bären und dann entdeckte ich auf seinem Bauch noch das Schloss Friedrichsfelde, tja ... ein echter Tierpark-Bär. Besonders gefallen hat mir das Gesicht, die eine Hälfte ist als Tiger und die andere als Löwe bemalt. Die auf dem Bären dargestellten Tierarten sind charakteristisch für den Tierpark Berlin und ich fand Gefallen daran, den Bärenkörper abzusuchen, bzw. ihn genauer zu betrachten, alle Tiere habe ich nicht entdeckt, wie ich auf der Webseite der Künstlerin festgestellt habe, aber so groß das ich auf den Bären drauf gucken kann, bin ich nicht.

Gestaltet wurde der Bär im Jahr 2007 von der Künstlerin Gizz T., die - wie ich ihrer Webseite entnahm - auch 30 weitere Buddy Bären und viele andere Tierfiguren bemalt hat. Auf der Plakette zu seinen Füßen steht:
50 Jahre Förderung Berliner Tierpark
1956-2006
weitere Informationen:
- Wikipedia-Artikel: Buddy Bär
- offizielle Webseite: www.buddy-baer.com

- offizielle Webseite der Künstlerin Gizz T.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Wandbilder im Leipziger Zoo (Auswahl)

Nachdem ich den Eintrag zu den Kunstwerken im Leipziger Zoo  fertiggestellt hatte, fiel mir ein, dass ich einige der Wandmalereien im  Tierkindergarten bei meinem Besuch am 4. Dezember des letzten Jahres fotografiert hatte. Mit der Qualität der Fotos bin ich zwar nicht zufrieden und es ist auch nur eine Auswahl - aber es empfiehlt sich ohnehin, die Bilder im Original anzuschauen. Ich habe keine Ahnung, ob die Bilder im Zuge der Umgestaltung des Zoos restauriert oder eventuell sogar entfernt werden.





weitere Informationen:
- Zoo Leipzig
- Wikipedia-Artikel

Künstlerisches im Leipziger Zoo

Zwei Bären
Nach dem gestrigen Intermezzo, das ich dazu nutzte, einige literarische Mitbringsel aus Leipzig vorzustellen, will ich heute den Ausflugsbericht fortsetzen, denn im Leipziger Zoo gab es mehr zu entdecken, als ich bisher geschrieben habe.

Schildkröte aus Holz
Vorab noch eine kleine Einordnung privater Natur: Ich bin als Zoobesucher sehr vom Tierpark Berlin, den ich seit vielen Jahren regelmäßig besuche, geprägt. Das dortige Kunstverständnis, bzw. der Anspruch dem Besucher auch die Bildende Kunst (mit Skulpturen, Mosaiken und anderen) nahezubringen, hat auch bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen, und so kann ich heute keinen Zoo betreten, ohne nach Kunstwerken Ausschau zu halten.

Löwin
In Leipzig wurde ich da erwartungs- und erfahrungsgemäß auch fündig.

Um es vorweg zu nehmen: Ja, es gab eine Vielzahl von Tier-Skulpturen und jetzt könnte ich hinzufügen: ... wie in jedem Zoo.

Eines der zentralen Werke ist - allein schon aufgrund seiner Dimensionen - das Jason-Denkmal des Bildhauers Walter Levy, das seit 1928 im Zoo steht. Zuvor stand es 17 Jahre lang im Berliner Zoo.  Die Figurengruppe hat eine Länge von 4 und eine Breite von 3,50 Metern.

Wer das wohl war?
Doch begeistert haben mich eher Kleinigkeiten, so finden sich beispielsweise auf vielen Wegen Tierspuren - ein für einen Zoo naheliegendes Gestaltungselement, dass ich hier bei meinem ersten Besuch im letzten Dezember zum ersten Mal bewusst wahrnahm. Ich fand das toll. Das sollte es in jedem Zoo geben! Aber noch besser hat mir der mit Wandmalereien verzierte Felseneingang zur Löwen-Savanne gefallen. So natürlich und unaufdringlich möchte ich künstlerisch unterhalten werden!

Gestaltungselement am Elefantenhaus
Nicht ganz so unaufdringlich habe ich den asiatischen Teil rings um das Elefantenhaus wahrgenommen. Einige der Ausstellungstücke erschienen mir doch arg kitschig und vor allem waren es mir zu viele. Ich mag es etwas dezenter.

Dezent geht es zwar auch rings um den Tierkindergarten nicht zu, aber die dortigen Kunstwerke gefielen mir ausgesprochen gut, insbesondere die vielen von Kindern gestalteten Wandbilder, an denen der Zahn der Zeit schon auffällig nagte.

Türgriff am Entdeckerhaus Arche
Doch der Leipziger Zoo überzeugte mich vor allem mit seinen unauffälligen Kunstwerken, wie zum Beispiel einem Türgriff am ehemaligen Neuen Raubtierhaus, dem heutigen Entdeckerhaus Arche. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit blieb mir leider keine Möglichkeit mehr, die Türen der anderen Gebäude im Bereich des Gründergartens zu überprüfen, ich bin mir auch nicht ganz sicher, glaube aber an den Türen des Aquariums ähnliche Griffe gesehen zu haben.

Alles in allem fand ich viele interessante Werke, Informationen über die Künstler jedoch keine. Ich hoffe allerdings darauf, dass nach den ganzen Umbaumaßnahmen zum Zoo der Zukunft auch passende Literatur zum Thema Kunst im Zoo im Zoo-Shop zu finden sein wird.

Detail einer Fassadeninstallation
am Tierkindergarten
weitere Informationen:
- Zoo Leipzig
- Wikipedia-Artikel

Freitag, 23. Juli 2010

Gärten der Welt

Nun ist es über Nacht doch kühler und vor allem nass geworden, und ich bin mir nicht sicher, ob der Sommer damit schon wieder vorbei ist oder ob er nur pausiert.

Der heutige Tag führte mich mit der Familie in die Gärten der Welt in Berlin-Marzahn. Wir betraten die Parkanlage und der Nieselregen wurde stärker, mit Regenschirmen trotzen wir dem Nass von oben und nach ca. einer Stunde ließ der Regen tatsächlich nach, die Sonne ließ sich zwar nicht blicken, aber es war mit ca. 22° ohnehin nicht kalt.

Sobald der Regen aufgehört hatte, waren auch die im Park beheimateten Vögel deutlich zu vernehmen, zu Gesicht bekamen wir jedoch nur wenige.

Dafür stand ich irgendwann vor einer Rotte Wildschweine, die jedoch nur aus Stein waren. Im Verhältnis zur Größe des Parks gab es eher wenige Skulpturen, wenn man die Märchenfigurengruppen nicht mitrechnet.

Die sehr unterschiedliche Gestaltung der einzelnen Parkabschnitte bot immer wieder Reizpunkte. Am besten hat mir der Italienische Renaissancegarten gefallen und vom Kräutergarten war ich maßlos enttäuscht und irgendwo dazwischen habe ich mich pudelwohl gefühlt.

Ausgelassen haben wir den Karl-Foerster-Staudengarten, den möchte ich mir demnächst aber nochmal anschauen auch in Hinblick auf Vergleiche zum Karl-Foerster-Garten im Tierpark Berlin, der mir in den letzten Monaten ans Herz gewachsen ist. 

weitere Informationen:
- Gärten der Welt
- Wikipedia-Artikel